Nachdem alle so endlos lange nicht mehr im Büro waren, war es an der Zeit, dass wir unsere Büroräume wieder auf Vordermann bringen. Daher haben wir, die Hamburger Kollegen von PPI.X, gegen Ende Oktober am Herbstputz teilgenommen. Nach 2 Stunden waren unsere Büros ordentlich aufgeräumt. Im Anschluss an eine leckere Pizza wurden wir mit dem Aufbau des X-Logos unseres Bereichs mit LEGO-Bausteinen belohnt. Das konnten wir aufgrund der Corona-Gegenmaßnahmen vorher noch nicht umsetzen.

Alles war vorbereitet: Ein Entwurf war gedruckt und in mehrere Teile aufgeteilt – die LEGO-Steine waren gekauft – die Teams waren aufgestellt und maximal motiviert. Auf geht‘s!
Ups, der Entwurf war auf das Maß 32:32 erstellt. Die Grundplatten waren aber 48:48. Zweite Herausforderung war: Wer LEGO kennt, weiß, auf diesen Grundplatten ist nur ein 45-Grad-Winkel möglich – dahingegen orientiert sich unser Logo nicht nur am rechten Winkel.
Was machen wir nun? Event abbrechen, Entwurf erneut erstellen und einen neuen Termin einstellen? Nein, das passt gar nicht zu unserem Mindset! Sehr schnell war klar, dass wir den Ergebnistypen liefern wollen, denn: „Es gibt immer eine Lösung.“


Das Brainstorming fing unmittelbar an und schon purzelten die ersten Ideen raus:

  • Skalierung von 32:32 auf 48:48.
  • Start mit den Schnittstellen – andere Linien richten sich danach.

Bevor der Bau in einzelnen Teams richtig losging, wurden alle Grundplatten auf den Boden gelegt. Dadurch wurde der Überblick über das grobe Zielbild gemeinsam geschaffen (und sich nicht gleich im Detail verloren). Direkt danach fingen wir an, obwohl nicht jedes Detail besprochen war – danach wird angepasst. „Aber bitte nicht zu früh optimieren!“, sagte ein Kollege.

Nach ca. einer halben Stunde schauten wir uns den aktuellen Stand an:

  • Aufgrund der Parallelisierung des Schnittstellenanbaus durch verschiedene Kapazitäten ohne Koordination passten die Teile leider nicht so richtig zusammen.
  • Die Linien waren teils scharf gerade, teils versetzt gesetzt. Es sah nicht schön aus. Grund hierfür war die unterschiedliche Skalierung aufgrund der nicht vollständigen Kommunikation.

Für die nächste Iteration haben wir folgende Verbesserungsmaßnahmen definiert:

  • Erstens: Schrittweise Anpassung der Schnittstellen durch ein dediziertes Team; Zweitens: Linienanbau.
  • Festlegung einheitlicher Skalierung für alle.
  • Die Linien müssen versetzt sein.
  • Regelmäßiger und offener Austausch zwischen Teams zwingend notwendig.
  • Einsatz eines Koordinators/Coachs.

Nach einer weiteren halben Stunde in der nächsten Iteration wurde erneut festgestellt, dass die Anpassungen gar nicht so einfach umzusetzen waren.

  • Die LEGO-Steine steckten fest. Jede Änderung (Lösen der Steine, bevor sie wieder eingesteckt werden konnten) tat weh ☹. Die Motivation der Teammitglieder reduzierte sich dadurch enorm. Ein Vorschlag wurde in den Raum geworfen: „Nehmt doch das Werkzeug anstelle eurer Fingernägel“. Tja, auf einmal erhöhte sich das Tempo erheblich. Und die Hauptsache war, es tat nicht mehr weh 😊. „Mit dem Einsatz der richtigen Kompetenzen/Tools wird man viel effizienter“, sagte unser Coach.
  • Als Weiteres kam der Perfektionismus ins Spiel, weil es immer noch nicht schön aussah. „Kommt mal bitte hoch vom Boden und schaut es euch von der Ferne aus an.“, sagte der Coach. Stimmt, es sah doch gar nicht so schlecht aus. Alles klar, wir mussten die Sache aus einem anderen Blickwinkel betrachten und über den Tellerrand hinweg schauen.
  • Unser lieber Coach sprang von Team zu Team, forderte uns heraus und gab uns wertvolle Ratschläge. „Bist du noch nicht zufrieden? Wie und warum würdest du was anpassen? … Dann tue es. Aber verlier bitte den roten Faden nicht aus den Augen.“ Es wäre doch langweilig gewesen, wenn alles wie geplant gelaufen wäre. Forderung und Förderung sind bei uns selbstverständlich. – Wichtig ist, dass man selbst Bock darauf hat!

Das Schnittstellenteam war mit ihren Teilen fertig und hat sich eigenständig die nächste Aufgabe vorgenommen, während sich die anderen Teams mit dem LEGO-Anbau beschäftigt haben: Vorbereitung des Zusammenklebens der einzelnen Teile, bevor sie an der Wand aufgehängt wurden. Wie schön, dass das Pull-Prinzip auch hier funktionierte.

Sobald ein Teil fertig war, wurde er direkt ins Gesamtbild integriert. Somit wurde das Gesamtbild sukzessiv vervollständigt. „Sehr gut gemacht, so wird auch das Continuous Delivery gewährleistet“, meinte unser Coach ganz liebevoll.

Gegen 20:00 Uhr wurde das X-Logo Millimeter-genau an der Wand aufgehängt. Die Teamarbeit machte so viel Spaß!

Am Ende hat noch eine kurze Reviewrunde stattgefunden. Perfekt war das Gesamtbild noch nicht. Aber viele von euch kennen bestimmt den KVP – Kontinuierlichen Verbesserungsprozess: Das Logo ist da – jeder, der mal während der Kaffeepause 5 Minuten Zeit hat, kann ein Stück des Logos optimieren. Somit rücken wir dem optimalen Ergebnis immer näher!


Wie ihr seht, sieht das Ergebnis aus dem richtigen Blickwinkel doch schon sehr gut aus. 😊

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