Nachdem ich im ersten Teil des How to´s … viel über die Basics von Webkonferenzen berichtet habe, gehe ich in Teil 2 auf konkrete Übungen und Tools ein, die sich für mich bewährt haben.

Gleich zu Beginn überzeugen

Sie kennen das inzwischen: oft erkennt man schon in den ersten Minuten, ob ein Onlinemeeting erfolgreich verlaufen oder eine eher zähe Veranstaltung wird. Das liegt teilweise an mangelnder Vorbereitung und fehlender Onlinemoderationserfahrung. Aber natürlich auch am Medium selbst, denn leider wirken digitale Meetings häufig synthetisch, unpersönlich und gezwungen.

Virtuell, aber von Beginn an menschlich

Die zwischenmenschliche Komponente kommt digital viel zu kurz und das informelle Beschnuppern – gerade bei nicht miteinander bekannten Teilnehmern – findet nicht statt.
Gestalten Sie deshalb die kurze Vorstellungsrunde so abwechslungsreich wie möglich. Gehen Sie als Moderator mit gutem Beispiel voran und ergänzen Sie Ihre beruflichen Daten mit persönlichen Dingen: kleine, gerne witzige Erzählungen und Erlebnisse bleiben im Kopf der Teilnehmer und bieten für die Pause Gesprächsanlässe.
Gute Erfahrungen habe ich mit der Webco-Beichte gemacht: jeder Teilnehmer beichtet, was er schon mal (Verbotenes) gemacht hat, wenn in einem Meeting die Kamera mal ausgeschaltet ist. Mir berichtete ein Teilnehmer zum Beispiel, dass sein neugeborener Sohn im Videomeeting einen Notfall hatte und er ihn auf dem Schreibtisch wickeln musste, während er an einer Videokonferenz teilnahm. Die Kamera war natürlich aus😉 Derartige Berichte lockern eine oft steife Vorstellungsrunde auf und ermöglichen einen guten Start ins Meeting.

Digitale Vorteile nutzen – Collaboration is king

Die digitalen Kanäle bieten neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Viele Videolösungen haben Chatfunktionen, Whiteboards oder Kommentarmöglichkeiten für geteilte Inhalte, Umfragen etc., die gut in die Übungen integriert werden können. Die Ergebnisse dieser interaktiven Module stehen nach meiner Erfahrung denen in Präsenzworkshops in nichts nach und fördern den Austausch in der Gruppe.
Probieren Sie diese Tools doch einfach mal aus:

  • Microsoft Whiteboard oder in die Videosoftware integrierte Whiteboards
  • für Kreativworkshops: Mural oder Miro

Gerade bei Letztgenannten ist eine ausführliche Vorbereitung des Moderators essenziell! Viele sinnvolle Funktionalitäten wie Power Dotting, Umfragen und Time Boxing sind im Tool integriert und sollten im Live-Betrieb beherrscht werden. Beachten Sie dabei immer die Empfehlungen zum Timing: der Einsatz von kollaborativen und spielerischen Onlineaufgaben kann die Aufmerksamkeitsspanne der Teilnehmer nur unwesentlich verlängern!

Zu guter Letzt …

Vergleichbar zu Präsenzveranstaltungen sollte am Ende des Events eine Feedbackrunde zu den Inhalten, aber auch der Arbeitsweise durchgeführt werden, am besten mit eingeschalteter Kamera.
Tipp on top: die oben genannten Kollaborationstools bieten alle die Möglichkeit, die Arbeitsergebnisse der interaktiven Module per Knopfdruck als PDF-Dokument zu exportieren. Das erleichtert die Dokumentation und den Teilnehmern können Ergebnisse direkt nach dem Meeting zur Verfügung gestellt werden, um die Inhalte sofort zu verinnerlichen.
Ich hoffe, es war der eine oder andere nützliche Tipp für Sie dabei?.

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren.

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